95 Jahre DIE BÜHNE – Österreichs Theater- und Kulturmagazin



DIE BÜHNE wurde am 6. November 95 Jahre alt. Ein erstaunliches Alter, aber wie man an der Collage von Artdirektor Erich Schillinger sieht, hat sich die alte Dame in all den Jahren auf wundersame Weise immer wieder verjüngt, auch wenn sie in der Zeit des Nationalsozialismus wirklich sehr alt ausgesehen hat und phasenweise gar nicht erschien.

Sie ist immer wieder aus der Versenkung auferstanden und hat die Fahne der Kultur hochgehalten.

Die erste BÜHNE erschien am 6. November 1924 im Zeitungsimperium des damaligen Medienmoguls Imre Békessy und war ein Riesenerfolg. Sie war ein Vorläufer der Lifestylemagazine von heute, brachte Nackte aufs Cover und im Inhalt Theater, Literatur, Film, Mode, Gesellschaft und Kunst. Karl Kraus, der Intimfeind Békessys, zählte DIE BÜHNE zur „Bordellpublizistik“.

1938 wurde DIE BÜHNE „arisiert“, auf Blut und Boden umgepolt und 1943 zugesperrt.


Ihre Wiederauferstehung 1945 dauerte bis 1950, als das Geld ausging und erst 1958 eine Wiederbelebung gelang. Seit 1982 fungiert der Wiener Bühnenverein als Herausgeber der BÜHNE, die damit zu dessen Interessenorgan geworden ist. Monat für Monat berichten die besten KulturjournalistInnen des Landes, was an den großen Wiener Bühnen an Projekten und Produktionen stattfindet. DIE BÜHNE ist heute auf ihre Art ein einzigartiges Kulturmagazin in Europa, ja wahrscheinlich sogar auf der ganzen Welt.